Juniorprofessur für Entrepreneurship

Social Entrepreneurship

Social Entrepreneurship bezeichnet ein unternehmerisches Denken und Handeln, welches durch die Verfolgung eines sozialen Nutzens (z.B. Armutsbekämpfung, gleiche Bildungschancen) gekennzeichnet ist, und bei dem gewinnorientierte Ziele eine untergeordnete Rolle spielen. Soziale Unternehmen müssen besondere Herausforderungen bewältigen. Unterschiede zu "klassischen" Unternehmen liegen insbesondere in der Existnz vielfältiger Interessengruppen mit zum Teil stark divergierenden Interessen, schlechteren Finanzierungsmöglichkeiten aufgrund der aus finanzieller Sicht geringeren Attraktivität für Investoren sowie auch in Bezug auf die Einstellungen und Werte der Gründer, welche sich bei unternehmerischen Entscheidungen vor allem durch ihre soziale Mission leiten lassen.

Forschungsprojekt: "Social Entrepreneurship Education in Secondary Schools"

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern unternehmerisches Denken und Handeln bereits in der Schulzeit erzeugt und verstärkt werden kann. Im Fokus steht hierbei die Entwicklung sozialer unternehmerischer Lösungen, also wirtschaftlich tragfähiger Konzepte, die primär einen gesellschaftlichen Beitrag leisten wollen und Gewinnziele eine untergeordnete Rolle spielen. Unter Berücksichtigung personeller, kontextbezogener und methodisch-didaktischer Einflüsse wird analysiert, ob und unter welchen Bedingungen Schulungsmaßnahmen förderlich für die Schaffung bzw. den Ausbau einer sozialen Gründungsneigung sind.

Projektförderung duch die Joachim Herz Stiftung (2015-2017)

Forschungsprojekt: „Imprinting in the Context of Academic and Social Entrepreneurs“

Wer wird warum Unternehmer? Das ist in einem Land, dessen Erfolg auf dem unternehmerischen Verdienst des Mittelstandes beruht, eine Frage, die Wissenschaft und Praxis gleichermaßen beschäftigt, jedoch nach wie vor nicht umfassend beantwortet worden ist. Darüber hinaus ist wenig darüber bekannt, wie es dazu kommt, dass sich akademische Gründer für die Realisierung ganz bestimmter Geschäftschancen einsetzen, z.B. solche Geschäftsideen versuchen umzusetzen, die neben ökonomischen Zielen vor allem auch sozialen Zwecken dienen.

Das Forschungsprojekt möchte bei Gründern aus Hochschulen prägende Einflussfaktoren identifizieren und untersuchen, welche dazu beigetragen haben, sich für eine Unternehmensgründung und die Umsetzung eines gewinnorientierten bzw. sozialen Geschäftsmodells zu entscheiden. Hierzu sollen die Hintergründe von Gründern in unterschiedlichen Lebensphasen erfasst, die prägenden Faktoren und Bedingungen für die spätere Unternehmensgründung identifiziert und deren Einfluss auf den Unternehmenserfolg analysiert werden.  

Projektförderung durch regionale Stiftung (2016-2018)